Kleid nähen

Patternhack: Schlingenverschluss nähen

In diesem Blogpost zeige ich dir, wie du das Schnittmuster Sommerkleid Soldanella mit einem Schlingenverschluss an der vorderen Mitte verarbeiten und das gerade Rockteil zu einem schwingenden oder leicht A-förmigen Rockteil abwandeln kannst.

Hier gehts zum Schnittmuster:

Kleid KALA – PDF – Makesa Schnittdesign (makesa-schnittdesign.com

Bevor du loslegst, musst du zwei kleinen Vorbereitungen an deinen Schnittteilen vornehmen.

Am vorderen Mittelteil wird an der vorderen Mitte aufgrund des Schlingenverschlusses eine Naht gearbeitet. Deshalb benötigst du einen veränderten Halslochbeleg.

Schlingenverschluss

Zeichne dir am Schnittteil des Vorderteiles einen neuen Beleg wie folgt ein. Ziehe Parallelen von 3cm zum Halsausschnitt und zur vorderen Mitte, diese Parallelen werden mit einer leichten Kurve verbunden.

Pause dir diesen soeben eingezeichneten Beleg vom Vorderteil ab.

An den Nähten des Rockteiles wird am Saum jeweils 8cm ausgestellt. Diese Punkte werden mit geraden Linien zur Taille verbunden. (Achtung vordere und rückwertige Mitte werden im Stoffbruch zugeschnitten. Hier nicht ausstellen).

Möchtest du ein noch weiteres Rockteil, kannst du natürlich anstatt der 8cm einen noch größeren Betrag verwenden. Beachte nur, dass du dann eine wahrscheinlich größere Stoffmenge benötigen wirst.

So sehen alle Schnittteile aus, die du für die Umsetzung des Patternhacks benötigen wirst.

Lediglich der Schrägstreifen für den Schlingenverschluss fehlt noch.

Am Vorderteil und Rückenteil werden die Halsausschnitte mit Bügeleinlage verstärkt, ebenso die Belege. Ich schneide die Einlage in der Breite der Belege zu, um der dünnen Viskose ausreichend Stand zu geben.

Nun wird eine Schrägstreifen zugeschnitten. Im 45°Winkel zur Webkante wird eine 2,5cm breiter Streifen aus dem Originalstoff zugeschnitten. Diesen faltest du in die Hälfte und steppst ihn bei 0,5cm Abstand zum Bruch zusammen. Oben und unten wird vernäht aber nicht zugenäht, da der Streifen anschließen gewendet wird.

Zu Beginn steppe ich einen kleinen Trichter bevor ich parallel nach unten weiter nähe.

Der Trichter hilft mir später den Streifen wenden zu können. Die Nahtzugabe wird auch auf 04,cm zurückgeschnitten

TIPP: Wenn dir das zuviel Gefitzel ist, kannst du auch eine dünne Kordel, ein Satinbändchen oder ein gehäckeltes Bändchen verwenden.

In eine Handnähnadel mit stumpfer Spitze fädle ich doppelt Nähseide ein. Im Stoffbruch des Trichters vernähe ich mit der Handnähnadel und schicke anschließend die Nadel durch den Tunnel bis ans andere Ende des Streifen. Vorsichtige ziehe ich am Faden und achte darauf, dass sich das Bändchen langsam wendet. Achte darauf das am Beginn kein Knubbel (dicke Stelle) entsteht sondern schiebe den Stoffstreifen immer vorsichtig weiter.

Bezeichne dir die Nahtzugaben bei 1cm (weiße Linien), dann bezeichne eine Linie (hellblauer, senkrechter Strich) für den Knopfdurchmesser.

Anschließen erfolgt die Einteilung der Knöpfe und Schlingen. In meinem Beispiel habe ich 5 Knöpfe verwenden. Oben wähle einen Abstand von 1cm und unten von 2cm. Dann unterteile die restliche Strecke auf diie Knopfanzahl auf.



Das Bändchen wird in gleichmäßige Stücke geschnitten.
Die Weite der Schlinge gibt der Knopfumfang plus die Nahtzugabe vor. Die Schlingen soll schön knapp um den Knopf geschlungen sein.

Wenn du die Schlingen fertig positioniert hast, kannst du einmal entlang der Nahtzugabe über die Enden nähen und sie somit fixieren.

Vorderteil und Rückenteil werden rechts auf rechts gelegt und an der Schulter bei 1cm zusammengenäht.
Die Belege werden rechts auf rechts gelegt und bei 1cm an der Schulter zusammengenäht.

Die Nahtzugaben werden auseinandergebügelt und anschließen wird der Beleg rechts auf rechts auf die Bluse gesteckt und bei 1cm angesteppt (siehe die hellblaue Linie).

Nahtzugabe an den Rundungen regelmäßig einzwicken. Die Ecken knappkantig rausschneiden und die Spitze an der Rückenmitte einschneiden.

Die Nahtzugaben zum Beleg bügeln und am Beleg von der rechten Stoffseite knapp neben der Naht knappkantig absteppen. An den Ecken nur soweit steppen, soweit es möglich ist.

Den Beleg zur Innenseite der Bluse bügeln. An den Schultern festnähen und eventuell hohlsäumen.

Die Knöpfe anbringen und dann der Nähanleitung von Sommerbluse SOLDANELLA folgen.

Hier gehts zum Schnittmuster:

Ich wünsche dir viel Freude beim Nähen!

“Golden days” Die neue Schnittmusterkollektion

Die Geschichte und Inspiration hinter dieser Kollektion  handelt von den neu und wiedergewonnen Freiheiten. Momente, Erlebnisse, Sehnsüchte, die wir vielleicht im letzten Jahr sehr vermisst haben, die momentan möglich sind und die wir wahrscheinlich besonders und intensiv genießen. Ganz unbeschwert die Großeltern zu umarmen, ein ausgelassenes Gartenfest mit Freunden zu feiern, mit dem/den Liebsten auszugehen, auf der 3x verschobenen Hochzeit bis in die Morgenstunden zu tanzen, ans Meer zu reisen oder eine Stadt zu besuchen, sind für mich goldene Momente und Tage an die wir uns bestimmt im Herbst/ Winter wärmen werden.

Im Zuge dieser Kollektion sind drei neue Schnittmuster entstanden: Bluse Belura, Hose Helia und Sommerkleid Salvia.

Im Lookbook stelle ich dir die Schnittmuster genauer vor und du erhältst unglaublich, vielfältige Nähinspiration meiner Pobenäherinnen.

 

Aber das ist noch nicht alles. Zu den verwendeten Materialien gibt es ein paar Besonderheiten. Bluse Belura und die Stoffe des grauen Kleides gibt es für dich in meinem Shop.

Alle anderen Stoffe habe ich bei Rapantinchen eingekauft. Für zwei Wochen gibt es bei Anja einen Markenshop mit meinen ausgewählten Stoffen, 4 Schnittmustern und das Beste daran, mit dem Rabattcode “Makesa10” erhältst du ab morgen 2 Wochen lang -10% auf deine Bestellung.

Auf den Bildern siehst du alle verwendeten Materialien aus Anjas Shop und zwei alte bekannte Schnittmuster. Jumpsuit Juvi und Sommerbluse Soldanella aus einem traumhaften Vikose-Leinen- Jacquard. Sie sind mit von der Partie der “Golden days – Schnittmusterkollektion”.

Aber nun genug gequaselt – ran an die Nähmaschine und ein Hoch auf einen goldenen Sommer!

Kleid Kala

Kleid KALA Patternhack – V-Ausschnitt und Rüschenärmel

Kleid Kala

Ihr liebt Kleid KALA und das freut mich riesig. Ich liebe es nämlich auch.

An schlichten Schnitten ist einfach toll, dass Sie soviel Potential bieten sie zu individualisieren und das ist doch einer der Gründe, warum das Nähen eigener Kleidung soviel Freude bereitet.

Mit meinen Schnittmustern möchte ich die Möglichkeit bieten sich selbst Wohlfühlkleidung zu nähen, sich auch mal an kleine Herausforderungen zu wagen und eigene Ideen zu verwirklichen.

Individuelle Version von Antje

Kurz nachdem Kleid KALA erschien hat mich Antje (auf Instagram zu finden unter leniundlivi ) mit ihrer individuellen Version überrascht.

Spät abends kam dieses Foto in  mein Postfach gelflatert:

  • Kleid Kala Rüschenärmel

  • Rüschenärmel

  • Individuelle Variante von Kleid Kala

Ich fand das auf Anhieb so wunderschön, dass ich diesen Ärmel auch unbedingt ausprobieren wollte.

Im Endeffekt ist nun ein Patternhack zu diesem Rüschenärmel und zu einem V-Ausschnitt entstanden.

Hier findest du das Schnittteil zum Beleg für den V-Ausschnitt

Mit diesem kannst du auch wunderbar das V am Vorderteil einzeichnen, das ist aber in der Nähanleitung ganz genau erklärt.

Tunika Kala

Meine Tunika ist übrigens ein wunderbar weiches Viskose-Leinen. Bestellt und selbst bezahlt im Fadenreich Erding.

Hier geht es zum Stoff: Viskose Leinen

Kleid Kala Variante

Geeignete Stoffe

Als Alternative habe ich noch bei Pepelinchen gestöbert und diese Schätze gefunden

  • Viskose Leinen Stoff

    VISKOSE LEINEN auf ECRU

  • Viskose Leinen Stoff Grün, Orange

    VISKOSE LEINEN Grün Orange

Hierbei handelt es sich um Affiliate Links, dass bedeutet wenn du auf einen dieser beiden Stoff klickst und sie kaufst, bekomme ich eine kleine Provision.

Ich freue mich, wenn dich dieser Beitrag zu einer Neuen oder 1. Version von Kleid KALA inspiriert und bin gespannt ob ich deinen Geschmack getroffen habe.

Alles Liebe und ein traumhaftes Wochenende wünsche ich dir!

♥ Theresa

Weiterlesen

Patternhack Body Balotta Statementaermel

Patternhack Body BALOTTA: Statementärmel

Meine ersten Nähpläne aus “My sewing plan” habe ich bereits umgesetzt. Es sollte ein Body BALOTTA aus Ripp- Jersey werden mit einem Puff- Ärmel und einem Halsbündchen. In der  kalten Jahreszeit sind Bodys einfach Gold wert! Abgesehen davon, dass es dir deine Nieren 😀 danken werden sind sie äußerst praktisch, da sie sich ideal zu allen high – waist Kleidungsstücken kombinieren lassen.

Wie aufmerksame Beobachter auf Instagram mitbekommen habe, wurde der Ärmel gehackt zu einem angesagten Statement-Ärmel und in diesem Blogbeitrag erfährst du wie du  diesen Ärmel ganz einfach verarbeiten kannst, aber nicht nur das, du kannst dir den Schnitt zum Puff- Ärmel hier gratis downloaden.

Puff – Ärmel

Das Bild zeigt dir wie du die Blätter aneinanderkleben musst. Du erkennst zwei Ärmel am Bild, der eine Ärmel eignet sich für etwas voluminösere Stoffe wie Ripp- Jersey, Romanit oder Interlock- Jerseys. Der andere Ärmel besitzt mehr Raffungsweite und eignet sich für dünne Materialien wie Viskose- Jerseys und elastische Spitze.

Für den Ausschnitt habe ich den V- Ausschnitt- Hack verwendet.

Zu diesem Beitrag kommst du hier.

Ausschnitt-Hacks Body BALOTTA

Ich erkläre dir hier wie du ihn mit einem Halsbündchen verarbeiten kannst.

Das Halsbündchen passend zum V- Ausschnitt  im Vorderteil und zum U-Boot Ausschnitt im Rückenteil kannst du hier downloaden.

Halsausschnittbündchen

Und nun geht es ans Nähen:

Wenn du noch Fragen hast, dann schreibe mir gerne!

Ich wünsche dir jetzt schon einmal viel Freude beim Ausprobieren!

Alles Liebe Theresa

My Sewing Plan, Teil 6

My sewing plan. Part 6. Summary & Sewing

Dieser Beitrag ist Teil 6 der Reihe “My sewing plan”.

Wenn du die ersten Teile nachlesen möchtest kommst du hier zu den Worksheets und Blogartikeln:

Einführung

Questions & Answers

Needs & Wishes

Mood & Inspiration

Colours & Fabrics 

Summary & Sewing

Oh es ist vollbracht. Die letzten Wochen haben wir uns intensiv mit unseren Kleiderschränken, Farben und Stoffen beschäftigt und heute ist DER Tag an dem es endlich los geht mit unserer Lieblingsbeschäftigung :D: dem NÄHEN.

Für dich habe ich hier einen kostenlosen Nähplaner erstellt, den du dir gerne abspeichern und beliebig oft ausdrucken kannst.

Er hilft mir meine Ideen und alles was ich zur Umsetzung benötige festzuhalten, außerdem ist er ausgefüllt eine wunderschöne Erinnerung.

Klick: Mein Nähplaner

Außerdem kannst du dir hier gesammelt alle technischen Zeichnungen zu MAKESA Schnittmustern downloaden, ausdrucken und für deinen Nähplaner verwenden.

Klick: Technische Zeichnungen

Ich habe noch einmal auf meine NEEDS & WISHES geguckt, mich vom MOODBOARD inspirieren lassen und meine nächsten Nähpläne hier festgehalten.

Diese Tabelle hilft mir  meine konkreten Nähpläne nebeneinander zu reihen. Auf einen Blick sehe ich wie die Teile miteinander harmonieren und mit welchem ich gerne starten möchte.

Nun wähle ich einen oder mehrere Schnittmuster aus, trage sie in meinen Nähplaner ein, halte fest was ich benötige oder was abgeändert wird, lege meine Zutaten bereit und starte mit dem NÄHEN.

Meine ersten Nähpläne stehen fest:

Ich starte mit einem Body BALOTTA aus dunkelblauem Ripp- Jersey und kombiniere ihn mit einem Wickelrock WIELA aus einem feinen Jacquard. Alle Schnittmuster und den wunderschönen Rock- Stoff findest du in meinem Etsy- Shop. Auf meinem Instagram- Account makesa.schnittdesign nehme ich dich beim Nähen mit.

Und wie sieht es bei dir aus?

My sewing plan. Part 5. Colours & Fabrics

Ein sehr hilfreiches Mittel um Kleidungsstücke einfacher und effektiver kombinieren zu können, ist eine individuelle Farbpalette für den eigenen Kleiderschrank anzulegen.

Mit den ersten Aufgaben zu “My sewing plan” hast du schon die perfekte Vorarbeit geleistet.

Hier geht´s zu Aufgabe 1: Questions & Answers | Aufgabe 2: Needs & Wishes | Aufgabe 3: Mood & Inspiration

Mit einer gut durchdachten Farbpalette lassen sich eine Vielzahl an Outfits kreieren und neue Teile fügen sich harmonischer in das bestehende Sortiment. Ganz gleich ob du etwas Neues oder Gebrauchtes kaufst oder eine Stoffwahl für ein genähtes Teil triffst, hilft dir diese Palette mit Bedacht auszuwählen.

Ich habe dir hier 5 Schritte zum Erstellen deiner individuellen Farbpalette zusammengefasst.

Hier kannst du deine Farbwahl eintragen und schon den ein oder anderen Stoff festhalten: Colours & Fabrics

  1. Farbanzahl:

Wähle 6-9 Farben für deine Farbpalette und unterteile sie in:

  1. Basisfarben:

Sind die Grundfarben, deines Kleiderschrankes, sie entsprechen den Kernstücken deiner Garderobe. Die Teile die du am meisten trägst, sind in diesen Farben gehalten. Werfe von der Ferne einen Blick auf deinen Schrankinhalt, er gibt dir Aufschluss über deinen meist getragenen Farben

  1. Akzentfarben:

Sind die Farben, die du gerne zu den Farben deiner am meisten getragenen Stücke kombinierst. Du kannst damit Highlights und Abwechslung setzen. Ein Blick auf dein Moodboard könnte die Farben verraten, die du gerne vermehrt in deinen Schrank einbinden möchtest.

  1. Muster:

Wähle deine Lieblingsmuster und Oberflächen. Vor allem bei uns Näh- Ladies macht das Sinn, weil wir bei neuen Projekten ganz gezielt unsere Materialien auswählen können.

  1. Leder & Metall:

Entscheide dich auch hier für deine Lieblingsfarben. Das erleichtert dir die Schuh, Taschen und Schmuckwahl.


Du kannst die Felder mit Farbstiften ausmalen, per PC bearbeiten oder du schneidest Ausschnitte aus Fotos aus und klebst sie auf. In den quadratischen Feldern kannst du bereits Stoffproben aufkleben, die du verwenden möchtest. Falls du erst welche einkaufen musst, kannst du dir darin Notizen machen.

Ich bin der Meinung, es ist total Typ- Sache ob du gerne eine minimalistische Farbpalette wählst oder dich  lieber für bunt und vielfältig entscheidest.

Deiner Kreativität sind keine Grenzen gesetzt, achte nur darauf, dass du innerhalb deiner Farbwahl viele Kombinationen findest.

Wenn es dir schwer fällt eine Linie zu finden, können dir eventuell diese 3 Tipps weiterhelfen:

  • Bleibe bei kühlen oder warmen Farbtönen.

  • Wähle eine bestimmte Farbgruppe wie Pastelltöne, Juwel Farben oder helle, dunkel Töne. Wenn dich das Thema mehr interessiert kannst du auch nach deinem Farbtyp recherchieren.
  • Wenn du Drucke und Muster in einer ähnlichen Farbpalette wählst, lassen sich noch einfacher kombinieren.

Je nach Saison können einzelne Farben ausgetauscht werden.

Manchmal gibt es auch die eine Farbe, oder das eine Muster auf das man ab und zu Lust hat oder man möchte etwas Neues ausprobieren, aber der Wunsch passt vielleicht gar nicht in die erstellte Palette. Dann wähle dafür ein Teil, dass du nicht zwingend kombinieren musst, wie ein Kleid oder ein Shirt (zur Jeans passt ja beinahe ohnehin alles).

So und nun wünsche ich dir viel Spaß am kombinieren, nachdenken und planen.

Wir sind fast am Ende deines “Sewing plans”, nächste Woche folgt noch eine Zusammenfassung und es geht an den allerschönsten Teil…

Ich denke, du weißt schon was ich meinen könnte…

Alles Liebe Theresa

My sewing plan. Part 4. Mood & Inspiration

Hast du die ersten Beiträge verpasst? Kein Problem hier kommst du zu Part 1-3

My sewing plan

Questions & Answers

Needs & Wishes

Jetzt wird es kreativ und ich bin schon gespannt, ob dir die folgende Aufgabe genauso viel Spaß macht wie mir.

Es geht um die Visualisierung deiner Wunschgarderobe und dazu verwenden wir ein Tool, dass auch bei kreativen Entwicklungen und der Darstellung einer Idee in den unterschiedlichsten Designabteilungen zur Anwendung kommt.

Ich zeige dir Anhand dieses Beitrages wie du ein Moodboard zu einem von dir selbst gewählten Thema anfertigen kannst.

Aber zuerst klären wir einmal was sich hinter dem Begriff „Moodboard“ oder auch „Stimmungsbild“ überhaupt verbirgt.

Das Moodboard ist das Resultat einer kreativen Recherche zu einem gewissen Thema. Diese Technik unterstützt die Entwicklung deines Projektes, hilft eine Stilrichtung (nicht im Sinne von Modestil sondern deinem persönlichen Stil) zu finden und erleichtert die Feinabstimmung der einzelnen Elemente untereinander, außerdem lässt sich damit wunderbar ein Stimmung oder Gefühl darstellen, welches mit Worten um vieles schwieriger wäre zu beschreiben.

Also ideal, um zum Beispiel deine nächsten Nähprojekte zu planen, abzustimmen und zu verwirklichen oder die Idee von deiner Wunsch- Garderobe zu konkretisieren.

3 Tipps vorab:

  • DER WEG IST DAS ZIEL

Wichtig du musst keine konkrete Vorstellung haben, sondern der Weg ist das Ziel. Die Erstellung ist ein Prozess und bringt dich vielleicht auf die eine oder andere neue Idee.

  • DU BIST DIE DESIGNERIN DEINER IDEE

Du entscheidest und bist Designerin deiner Idee. Versuch Gedanken wie „Das kann ich nicht.“ Oder „Ich bin nicht kreativ.“ zu ignorieren. Es gibt tatsächlich kein richtig oder falsch. Nur du kannst entscheiden, ob du mit deiner Darstellung zufrieden bist oder nicht. Wenn du es nicht bist kannst du immer wieder Elemente hinzufügen oder entfernen.

  • HÖRE AUF DEIN GEFÜHL

Lege einfach los und lasse dich von deinem Gefühl leiten.

Folgende Elemente beinhaltet ein Moodboard:

Hier kommst du zu den Worksheets der aktuellen Aufgabe: Mood & Inspiration

Ein Moodboard erstellen

Das Thema:

Mit den ersten Aufgaben „Questions & Answers“ und den Resultaten aus „Needs & Wishes“ hast du schon perfekte Vorarbeit geleistet. Du hast dich damit auseinandergesetzt in welche Richtung es mit deinem Kleiderschrank bzw. deinen kommenden Nähprojekten gehen soll.

Entscheide dich für ein Oberthema deines Moodboards wie zum Beispiel: “Meine Wunsch-Garderobe”, “Mein Wohlfühlkleiderschrank”, “Meine Nähpläne Herbst/ Winter”, “My sewing plan”, “Me & and my Wardrobe”, etc…, das erleichtert dir welchen Fokus du bei der weiteren Recherche setzt.

Worte & Schrift:

Mit Hilfe eines Brainstormings kannst du Begriffe sammeln, die zum Beispiel deine gewünschten Kleidungsstücke benennen (siehe deine Needs & Wishes) oder mit Eigenschaftswörtern umschreiben. Vielleicht möchtest du aber auch abstraktere Wörter verwenden, die deinen individuellen Stil oder die Wirkung deiner Lieblinge beschreiben. Diese Worte müssen auch nicht zwingend mit Bekleidung zu tun haben, sondern sollen die Aussage deines „Moodboards“ unterstützen.

Diese Worte werden handschriftlich oder mit dem PC vorbereitet und werden später an deinem Moodboard angebracht. Denke daran auch die gewählte Schrift und Farbe haben Auswirkung auf dein Stimmungsbild.

Bilder

Diese Elemente sind die wichtigsten bei der Erstellung deines Moodboards. Es können Fotos, Zeichnungen oder Illustrationen sein.

5-10 Bilder können absolut ausreichend sein, um deine Vision darzustellen. Das kann mit Bildern von Kleidungsstücken sein aber auch mit jeglicher anderen Art von Bildern, die dich ansprechen und deine Aussage unterstützen. Ob du nun in Modezeitschriften, Katalogen oder im Internet zum Beispiel auf Pinterest recherchierst ist ganz dir überlassen. Sie sollen deine Wünsche oder Stilrichtung widerspiegeln. Vielleicht stellen die Bilder schon konkret dein gewünschtes Stück wieder, vielleicht sind es aber auch nur Elemente wie das Material, das Muster oder eine Annäherung des Stückes mit einzelnen Eigenschaften.

Farben

Farben haben auch einen wesentlichen Einfluss auf die Wirkung deines Moodboardes.

Im idealen Falle stellen deine Bilder schon eine Farbrichtung dar, ist dies nicht der Fall und du hast dich bei deiner Bildauswahl hauptsächlich auf Schnittformen und Silhouetten fokussiert, kannst du jetzt Farbbilder hinzufügen. Du kannst Farben mit dem PC darstellen und ausdrucken oder du stöberst in deinem Stofffundus. Es ist auch möglich aus Zeitschriften einzelne „Schnipsel“ auszuschneiden, die deine gewünschten Farben/ Muster darstellen. Vielleicht findest du auch schon auf verschiedenen Stoff- Onlineshops Bilder mit deinen gewünschten Materialien in Farbe und Qualität.

Dem Thema Farbe & Stoff widme ich die nächste Aufgabe. Wir werden dein Moodboard benutzen um diese heraus zu arbeiten.

Sonstige Elemente:

Du sollst dein Board gerne ansehen und kannst es zusätzlich mit Elementen „schmücken“. Alles was die Darstellung deiner Idee unterstützt ist erlaubt.

Die Reihenfolge kann getauscht werden, außerdem kannst du auch Punkte weglassen, die dir nicht wesentlich erscheinen. Es kommt ganz darauf an, ob du einen groben Überblick darstellen möchtest, oder all deine Ideen festhalten möchtest, um dann eine Feinabstimmung vorzunehmen.

Zubehör:

Wenn für dich die Sammlung deiner Komponenten abgeschlossen ist benötigst du einen Untergrund zum Anbringen deiner Elemente.

Als Untergrund eignet sich eine Pinnwand, eine Holztafel, einen dicken Karton, ein Gitter etc.

Zum Anbringen deiner Elemente können Stecknadeln, Klammern, Magnete, Washi Tapes, Sticker etc. hilfreich sein. Denke daran, dass auch diese Elemente zu einem Gesamteindruck beitragen und bewusst eingesetzt werden sollten.

Hier siehst du mein Ergebnis:

Ich habe mich für ein umfangreiches Moodboard zu allen Ideen, die in meinem Kopf herumschwirren entschieden. Als erstes habe ich ein Oberthema , dann auf Grund meiner Ergebnisse aus der 2. Aufgabe “Needs & Wishes” Teilüberschriften angefertigt um mehr Struktur in meine umfangreiche Bildrecherche zu bringen. Darauffolgend suchte ich Bildausschnitte passend zu meinen Headlines aus Zeitschriften und Pinterest, die mich ansprachen. Mit persönlich war wichtig dieses Mal Schnitte und Stoffe zu verwenden, die sich schon in meinem Fundus befinden. Deshalb ergänzte ich technischen Zeichnungen der Modelle, dich ich gerne verwenden oder abwandeln möchte.

Ich habe mir bewusst keine Grenzen gesetzt sondern einmal alle meine Näh- Wünsche hinzugefügt.  In den folgende Aufgaben werde ich die Farben und Stoffe stärker heraus arbeiten und mich in einer Summary konkretisieren.

Soviel zu meiner persönlichen Kurzanleitung und nun bist du dran!

Viel Spaß! wünsche ich dir bei dieser kreativen Aufgabe, bei der man garantiert nichts falsch machen kann!

My sewing plan. Part 3. Needs & Wishes

Um festzuhalten was du wirklich brauchst und welche Wünsche deiner sewing- list als erstes bearbeitet werden, ist es nötig dich mit deinen vorhandenen Kleidern auseinanderzusetzen.

In der letzten Aufgabe hast du dich auf deine Wohlfühl- Lieblinge fokussiert und eine gute Basis geschaffen um deinen Kleiderschrank einem Check zu unterziehen.

Falls du diese Aufgabe noch bearbeiten möchtest, kommst du hier zum Blog- Beitrag: Questions & Answers

Die Worksheets zum heutigen Thema, kannst du hier downloaden: Needs & Wishes

Um deinen Kleiderschrank auszumisten finden sich im Internet eine Fülle an Tipps & Ratgeber wie du vorgehen kannst. Ich habe dir hier die 5 meistgenannten Tipps in Kombination mit meinen eignen Erfahrungen zusammengefasst.

  1. Öffne deinen Schrank und rufe dir deine Antworten der letzten Aufgabe in Erinnerung.

Fokussiere dich noch einmal auf die Frage:

Welche Kleidungsstücke erfordert mein Alltag?

  1. Meist wird empfohlen deinen kompletten Schrank zu leeren und alle Teile aufs Bett zu legen. Ich arbeite mich nach Rubriken vor, also Oberteile, dann Hosen usw…

Wenn ich unsicher bin auf Grund der Kombinationspartner lege ich die Teile vorerst auf einen eigenen Stapel. Jedes Stück wird in die Hand genommen und hinterfragt.

  • Fühle ich mich wohl darin?

  • Habe ich es in den letzten zwei Jahren getragen?
  • Würde ich es gerne wieder tragen?
  • Kann ich es kombinieren?

Vielleicht ist dir diese Grafik eine Entscheidungshilfe:

  1. Nun wird dein Schrank wieder eingeräumt. Jedes Stück soll gefaltet oder gehängt werden.

Um im Alltag einfacher Kombinationen zu finden, teile deinen Schrank in Bekleidungsgruppen und Farben ein z.B.: Oberteile mit Kurzarm, Langarm, anliegende Hosen, weite Hosen, etc. von hell bis dunkel.

  1. Gibt es vielleicht Teile von denen du dich sehr schwer trennen kannst, weil sie mit besonderen Momenten verbunden sind. Ja?

Dann lege diese Teile in eine Box und bewahre Sie am Schrank oder in der Bettschublade auf.

  1. Die aussortierten Kleider teile ich in verschiedenen Gruppen ein:

Reparieren & Upcycling

Verschenken

Spenden

Verkaufen

Entsorgen

Unserem Hobby haben wir es zu verdanken, vielem neues Leben einhauchen zu können.

Häufig kann man an einem Rock oder Kleide die Länge verändern und schon wir es wieder zum Lieblingsteil.

Ein ausrangiertes Shirt kann eine richtig gemütliche Pyjamahose für die Kinder werden.

Vielleicht möchtest du dich mit deinen Freundinnen zu einer Kleidertauschparty treffen (das geht auch virtuell :D).

Second- Hand ist IN vielleicht ist ja auch etwas für deine Nichten, Patenkinder, Schwester, Schwägerin, Mama, Cousine, … dabei.

Gut erhaltene Kleidungsstücke können gespendet werden. Erkundige dich, vielleicht gibt es in der Nähe eine Flüchltlings- Unterkunft, Frauenhaus oder eine karitative Einrichtung die Kleider sammelt und verteilt.

Auf vielen verschiedenen Internetplattformen hast du die Möglichkeiten deine Kleidung zu tauschen oder zu verkaufen

Kaputte Kleidung, die nicht mehr repariert werden kann, muss entsorgt werden. Ich habe mich noch einmal bei der MA 48 (Müllentsorgung) erkundigt wie kaputte, alte Textilien richtig entsorgt werden. Die Antwort war „Restmüll“.

Wenn du deinen Schrank wieder gefüllt hast, dann besitzt du eine wunderbaren Überblick über das was du hast, was du gerne trägst und was dir vielleicht fehlt.

Der perfekte Zeitpunkt um deine Bedürfnisse und Wünsche festzuhalten und vielleicht sogar schon ein wenig abzustimmen.

Alle Worksheets zum heutigen Thema kannst du hier downloaden, ausfüllen und deinem persönlichen “Sewing plan” hinzufügen. Klick: Needs & Wishes

Einen großen Teil auf deinem Weg zu mehr Struktur in deinen Nähplänen und zu deiner abgestimmten Garderobe hast du mit dieser Aufgabe gemeistert.

Gratulation!

Nächste Woche folgt der kreative Part und ich freue mich schon richtig darauf!

Bist du bereit?

My sewing plan. Part2. Questions & Answers

Es folgen in den nächsten zwei Wochen 5 kurze Aufgaben, die dir helfen werden, deinen Stil zu definieren, deine Mode- Präferenzen zu konkretisieren, festzuhalten und aufeinander abzustimmen.

Ich freue mich, wenn du dich mit mir auf die Reise zu deiner kombinierbaren Garderobe und durchdachten Näh- Plan machst.

Noch bevor es an das Strukturieren deines Kleiderschrankes geht ist es wichtig, dir Gedanken über deine Bekleidungs- Lieblinge zu machen.

Dazu habe ich dir in einem Worksheet ein paar Fragen gestellt, die du am besten ganz intuitiv beantwortest. Mach dir nicht zu viele Gedanken sondern halte einfach einmal fest, was dir als erstes in den Sinn kommt.

Du kannst es hier kostenlos downloaden: Questions & Answers

Wenn du ein bisschen Hilfestellung benötigst, kannst du auch diese Version nutzen. Sie beinhaltet einige Vorschläge und du kannst einfach deine Wahl ankreuzen.

Du kannst es hier kostenlos downloaden: Questions & Answers zum Ankreuzen

In meinem Pinterest- Profil habe ich dir eine Pinnwand mit unterschiedlichen Stilrichtungen angelegt. Vielleicht hilft dir das für die erste Auswahl einer Präferenz deines Modestils.

Hier geht’s es zu Pinwand: Modestile

Und falls es dich interessiert, wie ich die Fragen beantwortet habe, kannst du es hier nachlesen:

Ich hoffe du hast Spaß daran und ich freue mich über den Austausch auf Instagram oder hier mit dir!

Falls du dir für zuhause ein richtiges Nachschlagewerk vorbereiten möchtest, kannst du dir hier die Titelblätter downloaden und nach und nach deinen ganz persönlichen sewing- plan zusammenstellen.

KLICK hier: My sewing plan

Happy weekend ♥ Theresa

My sewing plan

My sewing plan Part 1

Die Ausgangslage

Geht es dir auch manchmal so, dass du eigentlich dachtest du hättest dir viele wunderschöne Kleidungsstücke genäht, aber wenn du deinen Schrank öffnest fällt dir die Auswahl schwer. Du weißt nicht so recht was du kombinieren sollst und obwohl du so viele schöne Schnittmuster und Stoffe verarbeitet hast, sehen die Stücke wie ein zusammengewürfelter Haufen aus.

Mir ging es immer wieder so, bis ich mir bewusst gemacht habe, in was ich mich wohl fühle, welcher Stil mir liegt und welche Farben und Muster meine Favoriten für Kleidung sind. Ich habe mich immer wieder von Impulskäufen leiten lassen und dann doch ziemlich schnell festgestellt, dass ich vielleicht etwas an anderen großartig finde aber an mir eben nicht.

Das Bedürfnis mehr System in meinen Kleiderschrank und meine Nähpläne zu bringen wuchs.

Die Recherche

Um mein System in Form zu bringen bin ich bei der Recherche einer geplanten, abgestimmten Garderobe auf das Konzept der capsule wardrobe und in weiterer Folge der curated wardrobe gestoßen.

Die capsule wardrobe ist seit einigen Jahren sehr populär. Es geht darum den eigenen Kleiderschrank mit einer begrenzten Anzahl an Kleidungsstücken und Accessoires zu fühlen, die aufeinander abgestimmt sind, einem persönlichen Farb- und Stilkonzept folgen und auf einen bestimmten Zeitraum begrenzt zu sein.

Die curated wardrobe folgt einem ähnlichen Prinzip enthält aber nicht so viele Regeln und Begrenzungen. Es geht um einen bedachten Plan einer gestalteten Garderobe, die auf den eigenen Bedürfnissen, Gewohnheiten und Lebensumständen basiert.

Während die capsule wardrobe meist eine begrenzte Anzahl an Stücken für einen begrenzten Zeitraum vorsieht, geht es bei der curated wardrobe darum eine Garderobe zu definieren, die dich das ganze Jahr begleitet und deinen individuellen Bedürfnissen entspricht.

Die Lösung

Mit „My sewing plan“ habe ich ein System in 5 Schritten entwickelt, welche auf Elementen der current wardrobe aufbaut und dich unterstützen soll mehr Struktur in deine Nähwünsche und in weiterer Folge in deinen Kleiderschrank zu bringen Du bekommst keine Vorgabe welche Kleidungsstücke deinen Kasten fühlen sollen, sondern wirst begleitet deine Wohlfühl- Garderobe in Form, Farbe und Stil zu erkennen und zu gestalten, die deinen eigenen Regeln folgt.

Ich freue mich, wenn du nun Lust bekommen hast, dich mit deinem individuellen Stil auseinanderzusetzten und verrate dir schon einmal welche Schritte ich für den Weg zu deinem strukturierten „Sewing Plan“ vorbereitet habe.

Hast du noch Fragen?

Ich freue mich von dir zu hören!

Alles Liebe Theresa

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