Monat: November 2020

My sewing plan. Part 4. Mood & Inspiration

Hast du die ersten Beiträge verpasst? Kein Problem hier kommst du zu Part 1-3

My sewing plan

Questions & Answers

Needs & Wishes

Jetzt wird es kreativ und ich bin schon gespannt, ob dir die folgende Aufgabe genauso viel Spaß macht wie mir.

Es geht um die Visualisierung deiner Wunschgarderobe und dazu verwenden wir ein Tool, dass auch bei kreativen Entwicklungen und der Darstellung einer Idee in den unterschiedlichsten Designabteilungen zur Anwendung kommt.

Ich zeige dir Anhand dieses Beitrages wie du ein Moodboard zu einem von dir selbst gewählten Thema anfertigen kannst.

Aber zuerst klären wir einmal was sich hinter dem Begriff „Moodboard“ oder auch „Stimmungsbild“ überhaupt verbirgt.

Das Moodboard ist das Resultat einer kreativen Recherche zu einem gewissen Thema. Diese Technik unterstützt die Entwicklung deines Projektes, hilft eine Stilrichtung (nicht im Sinne von Modestil sondern deinem persönlichen Stil) zu finden und erleichtert die Feinabstimmung der einzelnen Elemente untereinander, außerdem lässt sich damit wunderbar ein Stimmung oder Gefühl darstellen, welches mit Worten um vieles schwieriger wäre zu beschreiben.

Also ideal, um zum Beispiel deine nächsten Nähprojekte zu planen, abzustimmen und zu verwirklichen oder die Idee von deiner Wunsch- Garderobe zu konkretisieren.

3 Tipps vorab:

  • DER WEG IST DAS ZIEL

Wichtig du musst keine konkrete Vorstellung haben, sondern der Weg ist das Ziel. Die Erstellung ist ein Prozess und bringt dich vielleicht auf die eine oder andere neue Idee.

  • DU BIST DIE DESIGNERIN DEINER IDEE

Du entscheidest und bist Designerin deiner Idee. Versuch Gedanken wie „Das kann ich nicht.“ Oder „Ich bin nicht kreativ.“ zu ignorieren. Es gibt tatsächlich kein richtig oder falsch. Nur du kannst entscheiden, ob du mit deiner Darstellung zufrieden bist oder nicht. Wenn du es nicht bist kannst du immer wieder Elemente hinzufügen oder entfernen.

  • HÖRE AUF DEIN GEFÜHL

Lege einfach los und lasse dich von deinem Gefühl leiten.

Folgende Elemente beinhaltet ein Moodboard:

Hier kommst du zu den Worksheets der aktuellen Aufgabe: Mood & Inspiration

Ein Moodboard erstellen

Das Thema:

Mit den ersten Aufgaben „Questions & Answers“ und den Resultaten aus „Needs & Wishes“ hast du schon perfekte Vorarbeit geleistet. Du hast dich damit auseinandergesetzt in welche Richtung es mit deinem Kleiderschrank bzw. deinen kommenden Nähprojekten gehen soll.

Entscheide dich für ein Oberthema deines Moodboards wie zum Beispiel: “Meine Wunsch-Garderobe”, “Mein Wohlfühlkleiderschrank”, “Meine Nähpläne Herbst/ Winter”, “My sewing plan”, “Me & and my Wardrobe”, etc…, das erleichtert dir welchen Fokus du bei der weiteren Recherche setzt.

Worte & Schrift:

Mit Hilfe eines Brainstormings kannst du Begriffe sammeln, die zum Beispiel deine gewünschten Kleidungsstücke benennen (siehe deine Needs & Wishes) oder mit Eigenschaftswörtern umschreiben. Vielleicht möchtest du aber auch abstraktere Wörter verwenden, die deinen individuellen Stil oder die Wirkung deiner Lieblinge beschreiben. Diese Worte müssen auch nicht zwingend mit Bekleidung zu tun haben, sondern sollen die Aussage deines „Moodboards“ unterstützen.

Diese Worte werden handschriftlich oder mit dem PC vorbereitet und werden später an deinem Moodboard angebracht. Denke daran auch die gewählte Schrift und Farbe haben Auswirkung auf dein Stimmungsbild.

Bilder

Diese Elemente sind die wichtigsten bei der Erstellung deines Moodboards. Es können Fotos, Zeichnungen oder Illustrationen sein.

5-10 Bilder können absolut ausreichend sein, um deine Vision darzustellen. Das kann mit Bildern von Kleidungsstücken sein aber auch mit jeglicher anderen Art von Bildern, die dich ansprechen und deine Aussage unterstützen. Ob du nun in Modezeitschriften, Katalogen oder im Internet zum Beispiel auf Pinterest recherchierst ist ganz dir überlassen. Sie sollen deine Wünsche oder Stilrichtung widerspiegeln. Vielleicht stellen die Bilder schon konkret dein gewünschtes Stück wieder, vielleicht sind es aber auch nur Elemente wie das Material, das Muster oder eine Annäherung des Stückes mit einzelnen Eigenschaften.

Farben

Farben haben auch einen wesentlichen Einfluss auf die Wirkung deines Moodboardes.

Im idealen Falle stellen deine Bilder schon eine Farbrichtung dar, ist dies nicht der Fall und du hast dich bei deiner Bildauswahl hauptsächlich auf Schnittformen und Silhouetten fokussiert, kannst du jetzt Farbbilder hinzufügen. Du kannst Farben mit dem PC darstellen und ausdrucken oder du stöberst in deinem Stofffundus. Es ist auch möglich aus Zeitschriften einzelne „Schnipsel“ auszuschneiden, die deine gewünschten Farben/ Muster darstellen. Vielleicht findest du auch schon auf verschiedenen Stoff- Onlineshops Bilder mit deinen gewünschten Materialien in Farbe und Qualität.

Dem Thema Farbe & Stoff widme ich die nächste Aufgabe. Wir werden dein Moodboard benutzen um diese heraus zu arbeiten.

Sonstige Elemente:

Du sollst dein Board gerne ansehen und kannst es zusätzlich mit Elementen „schmücken“. Alles was die Darstellung deiner Idee unterstützt ist erlaubt.

Die Reihenfolge kann getauscht werden, außerdem kannst du auch Punkte weglassen, die dir nicht wesentlich erscheinen. Es kommt ganz darauf an, ob du einen groben Überblick darstellen möchtest, oder all deine Ideen festhalten möchtest, um dann eine Feinabstimmung vorzunehmen.

Zubehör:

Wenn für dich die Sammlung deiner Komponenten abgeschlossen ist benötigst du einen Untergrund zum Anbringen deiner Elemente.

Als Untergrund eignet sich eine Pinnwand, eine Holztafel, einen dicken Karton, ein Gitter etc.

Zum Anbringen deiner Elemente können Stecknadeln, Klammern, Magnete, Washi Tapes, Sticker etc. hilfreich sein. Denke daran, dass auch diese Elemente zu einem Gesamteindruck beitragen und bewusst eingesetzt werden sollten.

Hier siehst du mein Ergebnis:

Ich habe mich für ein umfangreiches Moodboard zu allen Ideen, die in meinem Kopf herumschwirren entschieden. Als erstes habe ich ein Oberthema , dann auf Grund meiner Ergebnisse aus der 2. Aufgabe “Needs & Wishes” Teilüberschriften angefertigt um mehr Struktur in meine umfangreiche Bildrecherche zu bringen. Darauffolgend suchte ich Bildausschnitte passend zu meinen Headlines aus Zeitschriften und Pinterest, die mich ansprachen. Mit persönlich war wichtig dieses Mal Schnitte und Stoffe zu verwenden, die sich schon in meinem Fundus befinden. Deshalb ergänzte ich technischen Zeichnungen der Modelle, dich ich gerne verwenden oder abwandeln möchte.

Ich habe mir bewusst keine Grenzen gesetzt sondern einmal alle meine Näh- Wünsche hinzugefügt.  In den folgende Aufgaben werde ich die Farben und Stoffe stärker heraus arbeiten und mich in einer Summary konkretisieren.

Soviel zu meiner persönlichen Kurzanleitung und nun bist du dran!

Viel Spaß! wünsche ich dir bei dieser kreativen Aufgabe, bei der man garantiert nichts falsch machen kann!

My sewing plan. Part 3. Needs & Wishes

Um festzuhalten was du wirklich brauchst und welche Wünsche deiner sewing- list als erstes bearbeitet werden, ist es nötig dich mit deinen vorhandenen Kleidern auseinanderzusetzen.

In der letzten Aufgabe hast du dich auf deine Wohlfühl- Lieblinge fokussiert und eine gute Basis geschaffen um deinen Kleiderschrank einem Check zu unterziehen.

Falls du diese Aufgabe noch bearbeiten möchtest, kommst du hier zum Blog- Beitrag: Questions & Answers

Die Worksheets zum heutigen Thema, kannst du hier downloaden: Needs & Wishes

Um deinen Kleiderschrank auszumisten finden sich im Internet eine Fülle an Tipps & Ratgeber wie du vorgehen kannst. Ich habe dir hier die 5 meistgenannten Tipps in Kombination mit meinen eignen Erfahrungen zusammengefasst.

  1. Öffne deinen Schrank und rufe dir deine Antworten der letzten Aufgabe in Erinnerung.

Fokussiere dich noch einmal auf die Frage:

Welche Kleidungsstücke erfordert mein Alltag?

  1. Meist wird empfohlen deinen kompletten Schrank zu leeren und alle Teile aufs Bett zu legen. Ich arbeite mich nach Rubriken vor, also Oberteile, dann Hosen usw…

Wenn ich unsicher bin auf Grund der Kombinationspartner lege ich die Teile vorerst auf einen eigenen Stapel. Jedes Stück wird in die Hand genommen und hinterfragt.

  • Fühle ich mich wohl darin?

  • Habe ich es in den letzten zwei Jahren getragen?
  • Würde ich es gerne wieder tragen?
  • Kann ich es kombinieren?

Vielleicht ist dir diese Grafik eine Entscheidungshilfe:

  1. Nun wird dein Schrank wieder eingeräumt. Jedes Stück soll gefaltet oder gehängt werden.

Um im Alltag einfacher Kombinationen zu finden, teile deinen Schrank in Bekleidungsgruppen und Farben ein z.B.: Oberteile mit Kurzarm, Langarm, anliegende Hosen, weite Hosen, etc. von hell bis dunkel.

  1. Gibt es vielleicht Teile von denen du dich sehr schwer trennen kannst, weil sie mit besonderen Momenten verbunden sind. Ja?

Dann lege diese Teile in eine Box und bewahre Sie am Schrank oder in der Bettschublade auf.

  1. Die aussortierten Kleider teile ich in verschiedenen Gruppen ein:

Reparieren & Upcycling

Verschenken

Spenden

Verkaufen

Entsorgen

Unserem Hobby haben wir es zu verdanken, vielem neues Leben einhauchen zu können.

Häufig kann man an einem Rock oder Kleide die Länge verändern und schon wir es wieder zum Lieblingsteil.

Ein ausrangiertes Shirt kann eine richtig gemütliche Pyjamahose für die Kinder werden.

Vielleicht möchtest du dich mit deinen Freundinnen zu einer Kleidertauschparty treffen (das geht auch virtuell :D).

Second- Hand ist IN vielleicht ist ja auch etwas für deine Nichten, Patenkinder, Schwester, Schwägerin, Mama, Cousine, … dabei.

Gut erhaltene Kleidungsstücke können gespendet werden. Erkundige dich, vielleicht gibt es in der Nähe eine Flüchltlings- Unterkunft, Frauenhaus oder eine karitative Einrichtung die Kleider sammelt und verteilt.

Auf vielen verschiedenen Internetplattformen hast du die Möglichkeiten deine Kleidung zu tauschen oder zu verkaufen

Kaputte Kleidung, die nicht mehr repariert werden kann, muss entsorgt werden. Ich habe mich noch einmal bei der MA 48 (Müllentsorgung) erkundigt wie kaputte, alte Textilien richtig entsorgt werden. Die Antwort war „Restmüll“.

Wenn du deinen Schrank wieder gefüllt hast, dann besitzt du eine wunderbaren Überblick über das was du hast, was du gerne trägst und was dir vielleicht fehlt.

Der perfekte Zeitpunkt um deine Bedürfnisse und Wünsche festzuhalten und vielleicht sogar schon ein wenig abzustimmen.

Alle Worksheets zum heutigen Thema kannst du hier downloaden, ausfüllen und deinem persönlichen “Sewing plan” hinzufügen. Klick: Needs & Wishes

Einen großen Teil auf deinem Weg zu mehr Struktur in deinen Nähplänen und zu deiner abgestimmten Garderobe hast du mit dieser Aufgabe gemeistert.

Gratulation!

Nächste Woche folgt der kreative Part und ich freue mich schon richtig darauf!

Bist du bereit?

My sewing plan. Part2. Questions & Answers

Es folgen in den nächsten zwei Wochen 5 kurze Aufgaben, die dir helfen werden, deinen Stil zu definieren, deine Mode- Präferenzen zu konkretisieren, festzuhalten und aufeinander abzustimmen.

Ich freue mich, wenn du dich mit mir auf die Reise zu deiner kombinierbaren Garderobe und durchdachten Näh- Plan machst.

Noch bevor es an das Strukturieren deines Kleiderschrankes geht ist es wichtig, dir Gedanken über deine Bekleidungs- Lieblinge zu machen.

Dazu habe ich dir in einem Worksheet ein paar Fragen gestellt, die du am besten ganz intuitiv beantwortest. Mach dir nicht zu viele Gedanken sondern halte einfach einmal fest, was dir als erstes in den Sinn kommt.

Du kannst es hier kostenlos downloaden: Questions & Answers

Wenn du ein bisschen Hilfestellung benötigst, kannst du auch diese Version nutzen. Sie beinhaltet einige Vorschläge und du kannst einfach deine Wahl ankreuzen.

Du kannst es hier kostenlos downloaden: Questions & Answers zum Ankreuzen

In meinem Pinterest- Profil habe ich dir eine Pinnwand mit unterschiedlichen Stilrichtungen angelegt. Vielleicht hilft dir das für die erste Auswahl einer Präferenz deines Modestils.

Hier geht’s es zu Pinwand: Modestile

Und falls es dich interessiert, wie ich die Fragen beantwortet habe, kannst du es hier nachlesen:

Ich hoffe du hast Spaß daran und ich freue mich über den Austausch auf Instagram oder hier mit dir!

Falls du dir für zuhause ein richtiges Nachschlagewerk vorbereiten möchtest, kannst du dir hier die Titelblätter downloaden und nach und nach deinen ganz persönlichen sewing- plan zusammenstellen.

KLICK hier: My sewing plan

Happy weekend ♥ Theresa

My sewing plan

My sewing plan Part 1

Die Ausgangslage

Geht es dir auch manchmal so, dass du eigentlich dachtest du hättest dir viele wunderschöne Kleidungsstücke genäht, aber wenn du deinen Schrank öffnest fällt dir die Auswahl schwer. Du weißt nicht so recht was du kombinieren sollst und obwohl du so viele schöne Schnittmuster und Stoffe verarbeitet hast, sehen die Stücke wie ein zusammengewürfelter Haufen aus.

Mir ging es immer wieder so, bis ich mir bewusst gemacht habe, in was ich mich wohl fühle, welcher Stil mir liegt und welche Farben und Muster meine Favoriten für Kleidung sind. Ich habe mich immer wieder von Impulskäufen leiten lassen und dann doch ziemlich schnell festgestellt, dass ich vielleicht etwas an anderen großartig finde aber an mir eben nicht.

Das Bedürfnis mehr System in meinen Kleiderschrank und meine Nähpläne zu bringen wuchs.

Die Recherche

Um mein System in Form zu bringen bin ich bei der Recherche einer geplanten, abgestimmten Garderobe auf das Konzept der capsule wardrobe und in weiterer Folge der curated wardrobe gestoßen.

Die capsule wardrobe ist seit einigen Jahren sehr populär. Es geht darum den eigenen Kleiderschrank mit einer begrenzten Anzahl an Kleidungsstücken und Accessoires zu fühlen, die aufeinander abgestimmt sind, einem persönlichen Farb- und Stilkonzept folgen und auf einen bestimmten Zeitraum begrenzt zu sein.

Die curated wardrobe folgt einem ähnlichen Prinzip enthält aber nicht so viele Regeln und Begrenzungen. Es geht um einen bedachten Plan einer gestalteten Garderobe, die auf den eigenen Bedürfnissen, Gewohnheiten und Lebensumständen basiert.

Während die capsule wardrobe meist eine begrenzte Anzahl an Stücken für einen begrenzten Zeitraum vorsieht, geht es bei der curated wardrobe darum eine Garderobe zu definieren, die dich das ganze Jahr begleitet und deinen individuellen Bedürfnissen entspricht.

Die Lösung

Mit „My sewing plan“ habe ich ein System in 5 Schritten entwickelt, welche auf Elementen der current wardrobe aufbaut und dich unterstützen soll mehr Struktur in deine Nähwünsche und in weiterer Folge in deinen Kleiderschrank zu bringen Du bekommst keine Vorgabe welche Kleidungsstücke deinen Kasten fühlen sollen, sondern wirst begleitet deine Wohlfühl- Garderobe in Form, Farbe und Stil zu erkennen und zu gestalten, die deinen eigenen Regeln folgt.

Ich freue mich, wenn du nun Lust bekommen hast, dich mit deinem individuellen Stil auseinanderzusetzten und verrate dir schon einmal welche Schritte ich für den Weg zu deinem strukturierten „Sewing Plan“ vorbereitet habe.

Hast du noch Fragen?

Ich freue mich von dir zu hören!

Alles Liebe Theresa

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